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Ukrainekrieg und Klimakrise: Der DVGW diskutiert Resilienz-Strategien für die Energie- und Wasserversorgung

Mit dem hochkarätig besetzen Kongress gat|wat 2022 setzt der DVGW wichtige Impulse in der Diskussion um eine zukunftsfeste Energie- und Wasserversorgung. Unter der Beteiligung von Bundesbauministerin Klara Geywitz, der Umwelt-Staatssekretärin Bettina Hoffmann, dem niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies und weiteren prominenten Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft werden neue Handlungsoptionen und Lösungsstrategien vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und der Klimakrise diskutiert. Beides stellt die Versorgung mit Energie und Wasser unter grundlegend neue Vorzeichen. Insbesondere Deutschland ist gefordert, seinen hohen Bezug russischen Erdgases und die damit verbundene langjährige Energieabhängigkeit schnellstmöglich zu beenden. Der Energiebezug muss künftig auf eine breitere Basis gestellt und zugleich der Hochlauf einer klimaschonenden Wasserstoffwirtschaft forciert werden. Energie muss weiterhin für alle Menschen sicher und bezahlbar bleiben.

 

„Zur Versorgungssicherheit Deutschlands gehört eine diversifizierte Importstrategie. Die beschleunigte Realisierung von zukunftsfähigen LNG-Terminals und das Schließen neuer Energiepartnerschaften mit Lieferländern für klimaneutrale Gase sind richtig. Parallel muss aber der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft erfolgen“, erklärt der DVGW-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Gerald Linke. Wasserstoff sei vielseitig einsetzbar und durch seine Speicherfähigkeit anderen erneuerbaren Energien überlegen. Mittelfristig kann er die Abhängigkeit Deutschlands von russischem Gas beenden. „Die ordnungspolitischen Rahmenbedingungen müssen schnellstens angepasst werden, damit Wasserstoff diese Vorteile ausspielen kann“, fordert Gerald Linke.

 

Die Anstrengungen, auch zukünftig eine sichere Versorgung mit Trinkwasser für alle Menschen in Deutschland zu gewährleisten, nehmen angesichts häufigerer und länger anhaltender Hitze- und Trockenperioden deutlich zu. Auch wenn es bislang hierzulande nicht zu flächendeckenden Engpässen gekommen ist, so zeigen die Extremwetterlagen deutlich die Grenzen einer sicheren Versorgung und die Vulnerabilität ihrer Infrastruktur auf. „Aus diesem Grund müssen wir jetzt Weichenstellungen vornehmen. Anpassungs- und Resilienzmaßnahmen müssen in Zusammenarbeit mit politischen Entscheidungsträgern und Behörden vorausschauend und frühzeitig geplant und umgesetzt werden. Gesetzgeber und Behörden haben die Aufgabe, hierfür einen stabilen Handlungsrahmen zu schaffen“, betont Dr. Wolf Merkel, Vorstand Wasser des DVGW. Und weiter: „Die vom Bundesumweltministerium vor gut einem Jahr vorgelegte Wasserstrategie enthält Grundforderungen für eine nachhaltige Wasserwirtschaft. Sie sollte nun schnellstmöglich als Regierungsstrategie verabschiedet werden. Nur dann kann die zeitnahe Umsetzung der notwendigen Maßnahmen erfolgen, im Schulterschluss mit den Unternehmen“.

 

Diese und weitere Anforderungen zur Erhöhung der Resilienz unserer Versorgungssysteme stehen auf der Agenda der diesjährigen gat|wat. Sie ist die zentrale Plattform für den lösungsorientierten übergreifenden Dialog mit Politik, Wissenschaft und Wirtschaft und bündelt hierzu das Knowhow der Branche zu einer umfassenden Standortbestimmung. Der Leitkongress für Energie und Wasser in Deutschland kann hybrid – online vom 26. September bis 13. November 2022 und in Präsenz am 18. und 19. Oktober in Berlin – besucht werden.

 

Programm und Anmeldung:

www.gat-wat.de